StreetKids
Die Natur ist das größte Klassenzimmer der Welt — und das spannendste. Hier sind Ideen, wie Kinder draußen auf Entdeckungsreise gehen, die Natur besser kennenlernen und dabei eine Menge Spaß haben.
Vor dem Spaziergang eine Liste mit Dingen schreiben, die es zu finden gilt — ein rundes Steinchen, eine Feder, etwas Rotes, eine Eichel, etwas das nach Harz riecht, ein Blatt mit mehr als fünf Zacken. Die Kinder machen sich auf die Suche und haken ab was sie finden.
Wer alles gefunden hat gewinnt — oder alle gewinnen gemeinsam, wenn die Liste vollständig ist. Gesammelt wird nur was bereits am Boden liegt.
Nach Regen oder im Winter im Schnee lassen sich Tierspuren wunderbar entdecken. Vogelkrallen, Hundepfoten, Rehhufe oder Mäusespuren — wer genau hinschaut, findet auf jedem Waldweg eine Geschichte.
Einfach Fotos machen und zuhause nachschlagen wer da unterwegs war. Kostenlose Apps wie iNaturalist helfen beim Bestimmen — oder man druckt sich vorher eine Spurenkarte aus.
Ein Blatt Papier an einen Baum halten und mit der Seite eines Wachsmalstifts darüber reiben — das Muster der Baumrinde zeichnet sich ab. Jede Baumart hat eine eigene Struktur: Birke, Eiche, Buche und Kiefer sehen völlig unterschiedlich aus.
Wer möchte kann eine ganze Sammlung anlegen — Rubbelbilder von verschiedenen Bäumen mit dem Namen des Baumes beschriften. So entsteht ganz nebenbei ein kleines Naturbuch.
Aus einer alten Holzkiste, Bambusstöckchen, Tannenzapfen, Stroh, Rindenstücken und Lochziegeln lässt sich in einer Stunde ein Insektenhotel bauen. Es bietet Wildbienen, Ohrwürmern und Marienkäfern einen Unterschlupf — und gibt Kindern einen täglichen Grund, draußen nachzuschauen wer eingezogen ist.
Der beste Standort ist halbschattig, geschützt vor Regen und auf etwa einem Meter Höhe. Schon nach wenigen Wochen zieht das erste Tier ein.
Einfach auf eine Wiese legen, in den Himmel schauen und Formen in den Wolken entdecken — ein Hase, ein Schloss, ein Drachen. Wer die meisten Formen findet gewinnt. Und wer möchte kann lernen, Wolkentypen zu unterscheiden: Cumulus, Stratus, Cirrus — die Namen klingen wie aus einem Zauberbuch.
Wettervorhersage für Anfänger: Dunkle tiefe Wolken bedeuten Regen, hohe weiße Schäfchenwolken eher schönes Wetter. Das kann man tatsächlich üben und wird mit der Zeit immer besser darin.